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Die Themen der Zukunft

Welt muss sich dem Wasserproblem zuwenden

Vertreter der Industrie verwiesen darauf, dass auch für die
Unternehmen eine gesicherte Wasserversorgung unverzichtbar sei. Der
größte Nahrungsmittelkonzern der Welt sei bereits stark bei der
Sicherung der Wasservorräte engagiert, sagte Nestlé-Chef Peter
Brabeck-Letmathe
. Es sei ein Unding, dass etwa zwischen 1000
und 4000 Liter Wasser für die Produktion eines Liters Bio-Diesel
verschwendet würden.
"Es gibt zwar ein Menschenrecht auf Trinkwasser,
aber keines, um seinen Swimmingpool aufzufüllen", sagte der
Konzernchef. "Wasser muss wieder einen Preis bekommen."

Politiker würden manche Entscheidungen nicht treffen, wenn es
diesen Preis wirklich gäbe, ist Brabeck-Letmathe überzeugt. Für Coca-
Cola-Chef Neville Isdell hat die Wasserfrage denselben Stellenwert
wie der Klimawandel. "Es bedarf einer engen Zusammenarbeit aller
Unternehmen auf diesem Gebiet", sagte Isdell. Dies sei für
Unternehmen des 21. Jahrhunderts die wichtigste Aufgabe. Auch
steigende Lebensmittelpreise sind unter anderem eine Folge des sich
ausweitenden Wassermangels.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung
bis 2050 über neun Milliarden Menschen betragen.
Während 1960 noch
jedem Menschen etwa 13.000 Kubikmeter Wasser zur Verfügung standen, dürften es 2025 weniger als 6000 Kubikmeter sein.
Ein Fünftel der Weltbevölkerung lebt schon jetzt in Regionen, wo die Wasserversorgung
nicht mehr sichergestellt ist. Einer Wasserinitiative für große
Unternehmen sind aber bisher erst 20 global operierende Unternehmen
beigetreten.
(ATN/dpa, 10.02.2008)


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