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Die Themen der Zukunft

Datev kritisiert Brüderle wegen Elena-Plänen

Der Vorstandsvorsitzende des IT-Dienstleisters Datev, Dieter Kempf, hat die Pläne der Bundesregierung im Zusammenhang mit dem Informationssystem Elena kritisiert.

"Auf eine derart unberechenbare, mäandernde Gesetzgebung würden unsere Mitglieder und wir gerne verzichten", sagte Kempf der Zeit. Zum Wochenbeginn war bekannt geworden, dass Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) den gerade erst eingeführten elektronischen Entgeltnachweis womöglich stoppen will.

Datev ist eines der größten Softwarehäuser und IT-Dienstleister in Deutschland. Das Elena-Verfahren verpflichtet seit Jahresbeginn alle drei Millionen Arbeitgeber, massenhaft Informationen über ihre Beschäftigten an eine zentrale Speicherstelle zu übermitteln. Elena hat laut Kempf allein bei der Datev, deren Kunden Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, aber auch Unternehmen und Kommunen sind, Kosten in siebenstelliger Höhe verursacht.

So musste beispielsweise das Speichervolumen im Rechenzentrum drastisch ausgebaut werden. Großer Aufwand sei auch in den Steuerberatungskanzleien selbst entstanden, die für ihre Mandanten die Datenübermittlung übernommen hätten. Insbesondere sei der Weiterbildungsbedarf, der regelmäßig durch neue, "nicht selten handwerklich schlecht gemachte Gesetze" entstehe, immens gewesen.
(ATN)

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