Anzeige

Die Themen der Zukunft

Öl-Kontrakt für März unter Druck

Die Benzinvorräte sollen um 500 Tsd. Barrel gestiegen sein, bei den Destillaten rechnet der Konsens mit einem Rückgang um 1,5 Mio. Barrel. Ein erneuter Lageraufbau würde den März-Kontrakt weiter unter Druck setzen und eine Ausweitung der Preisdifferenz zum April-Kontrakt und zu Brent begünstigen. Allerdings besteht nach den gestrigen API-Daten ein Risiko, dass die heutigen DOE-Daten nach unten überraschen.
Das US-Energieministerium hat seine Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr um 400 Tsd. Barrel pro Tag nach unten revidiert und erwartet nun einen Nachfragerückgang um 1,2 Mio. Barrel pro Tag. Die Ölnachfrage in den USA soll 2009 um 460 Tsd. Barrel pro Tag schrumpfen, in China dagegen um 250 Tsd. Barrel pro Tag steigen.

Für das Jahr 2010 erwartet das DOE eine Erholung der weltweiten Ölnachfrage um 1,2 Mio. Barrel pro Tag. Die DOE-Prognose für 2009 entspricht in etwa unseren Erwartungen. Heute gibt die Internationale Energieagentur (IEA) ihre aktualisierten Prognosen bekannt. Mit einem erwarteten Nachfragerückgang in diesem Jahr um 500 Tsd. Barrel pro Tag ist die IEA bislang noch ziemlich optimistisch, so dass hier mit einer Abwärtsrevision zu rechnen ist. Die chinesischen Rohölimporte sind Industriekreisen zufolge im Januar um 8% gegenüber dem Vorjahr auf lediglich 3 Mio. Barrel pro Tag bzw. den niedrigsten Stand seit November 2007 gefallen. Wir rechnen weiterhin mit einem Seitwärtsverlauf bei Rohöl so lange die Lagerbestände noch keine Wende zeigen und die Abwärtsrevisionen anhalten.
(ATN/Commerzbank Corporates Markets-Unternehmensinformationen, 11.02.2009)

Nächster Artikel aus Aktuell Kommentar: Letzter Ausweg Bad Bank?

Vorheriger Artikel aus Subprime-Krise BASF-Chef kündigt Stellenstreichungen an