Die Themen der Zukunft
Siemens: Kritik an hohen Bezügen
Der Vorschlag zeige angesichts der weltweiten Finanzkrise "ein erstaunliches Maß von Insensibilität", rügen die internen Opponenten. Ein Konzernsprecher bezeichnet den errechneten Betrag für 2008 als viel zu hoch, räumt aber ein, dass Cromme diese Größenordnung 2009 durchaus erreichen kann, wenn die angepeilten Gewinnziele erreicht werden.
Die Anhebung sei gerechtfertigt, da die Arbeitsbelastung insbesondere in den Ausschüssen des Kontrollgremiums erheblich gestiegen sei. Heftige Kritik üben die Belegschaftsaktionäre auch am Salär von Siemens-Chef Peter Löscher. Der gebürtige Österreicher zählte im vergangenen Geschäftsjahr mit einem Einkommen von fast zehn Millionen Euro zu den Spitzenverdienern in der deutschen Industrie. Nach einem Vorschlag der Aktionärsvertreter sollen ab 2010 die Teilnehmer der Hauptversammlung über die Vorstandsbezüge entscheiden - und derart üppige Managergehälter künftig verhindern.
(ATN, 12.01.2009)