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Die Themen der Zukunft

Metastudie identifiziert die langfristigen Trends

In den nächsten 23 Jahren wird die Weltbevölkerung auf 8,3 Milliarden Menschen ansteigen. "Das Wachstum wird sich zwar weiter verlangsamen (von derzeit 1% auf ca. 0,75% p.a.) aber die regionalen Unterschiede werden weiter zunehmen", so Petry. Während die Bevölkerungszahl afrikanischer Länder nahezu ungebremst weiter steigt, wird das Wachstum in China 2030 stagnieren. Indien wird 2030 mit über 1,5 Milliarden Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Erde darstellen und im Jahr 2025 China überholen, das dann 1,46 Mrd. Menschen bevölkern werden.

Während die Wachstumsraten in den Entwicklungsländern bis nach 2050 anhalten werden, verläuft die Entwicklung auf der Nordhalbkugel konträr: Die Einwohnerzahl in Ländern wie Japan, Deutschland oder Italien sinkt schon heute, Russland wird bis 2030 etwa 20 Millionen Einwohner verlieren. In Großbritannien und den USA hingegen wird die Bevölkerungsentwicklung durch Zuwanderung auch in 23 Jahren noch positiv verlaufen.

Das langsamere Bevölkerungswachstum und die steigende Lebenserwartung sorgen weltweit für ein rapides Altern der Bevölkerung. Das Durchschnittsalter wird global von 28 auf 34 Jahre ansteigen. Bis 2030 werden zudem 4,9 Milliarden Menschen - mehr als 60% der Weltbevölkerung - in Städten leben.

Diese werden sich zu 90% in Entwicklungsländern befinden. Gewinner sind dabei nicht so sehr die Mega-Cities, sondern Städte mit ca. 500 000 Einwohnern.

Volkswirtschaften

"Die größten Volkswirtschaften der Welt sind heute die USA, Japan und Deutschland. In 23 Jahren wird China die USA auf den zweiten Platz verweisen, Indien wird Rang drei belegen", erklärt der Berater. Den rasanten Aufstieg Asiens begründen die überdurchschnittlichen Wachstumsraten Indiens (+272% in 23 Jahren), Chinas (+243%), Indonesiens (+199%) und anderer Staaten.

Neben Asien wird sich Nordafrika zu einer zentralen Wachstumsregion entwickeln. Das Volumen des Welthandels wird ebenfalls massiv zunehmen ? von derzeit 13,6 Billionen USD auf 50,5 Billionen 2030. Obwohl es immer mehr Menschen zu ernähren gilt und Energie aus Pflanzenmaterial zunehmend nachgefragt wird, wird die Bedeutung der Landwirtschaft insgesamt
sinken.

Der Anteil der Industrie am BIP wird sich nicht signifikant ändern, Dienst-leistungen werden fast überall zu den Wachstumstreibern zählen. Vor allem in
China, Indien und anderen Boomstaaten wird der Serviceanteil rasch ansteigen. Unternehmen im Jahr 2030 In den nächsten 23 Jahren werden sich Unternehmen weiter globalisieren.

Während heute nur ein relativ kleiner Teil der großen Firmen global aufgestellt ist, werden die meisten Betriebe bis 2030 Organisation und Prozesse weitgehend flexibilisieren und globalisieren. Für den Mitarbeiter der nahen Zukunft wird es Alltag sein, in virtuellen Teams länderübergreifend zu arbeiten. Auch die Zusammenarbeit mit dem Mitbewerb, vor allem in ressourcen-intensiven Bereichen wie Forschung und Entwicklung, wird zur Regel.

"Die sich ständig verändernden Rahmenbedingungen erfordern von den
Beschäftigten Flexibilität und kontinuierliche Weiterbildung. Vor allem in Ländern wie Japan, Europa und Nordamerika, deren Gesellschaften rasch altern und deren Bevölkerungszahl schrumpft, werden Unternehmen neue Wege finden müssen, um künftige Mitarbeiter zu finden, zu entwickeln und zu halten.

Der Generation 50+ kommt dabei besondere Bedeutung zu", sagt Petry.
Um den neuen Anforderungen zu entsprechen, beginnen Unternehmen schon jetzt mit Universitäten, Schulen und Forschungseinrichtungen zusammen-zuarbeiten. Randthemen wie Corporate Social Responsibility (CSR) rücken dabei zunehmend in den Mittelpunkt. Konsumenten, Investoren und Mitarbeiter werden ihre Entscheidung für oder gegen eine Firma vermehrt von deren Einstellung zu Gesellschaft und Umwelt abhängig machen.

Doch Unternehmen werden nicht nur sozialer agieren; der Druck von institutionellen Investoren - wie Staatsfonds, Private Equity Unternehmen oder Hedge Fonds - wird weiter zunehmen. Vollständig unabhängige Firmen werden in den kommenden 23 Jahren seltener. Das Topmanagement wird daher künftig nicht nur den Unternehmenserfolg berücksichtigen, sondern auch vermehrt darauf hinarbeiten, die Unabhängigkeit der Firma zu erhalten.
Jetzt die ganze Studie lesen!
(ATN/Roland Berger-Unternehmensinformationen, 14.10.2008)

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