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Ranking: Die 100 grössten Unternehmen Südosteuropas

"Das Rennen um die regionale Führungsrolle wird sich zwischen diesen vier Ländern entscheiden", sagt Vladimir Preveden, Südosteuropa-Chef von Roland Berger. Zentrale Herausforderung für slowenische und kroatische Unternehmen ist, angesichts der Kleinheit ihrer Heimatmärkte, die erfolgreiche Expansion ins Ausland. "In dieser Hinsicht sind slowenische Firmen ihren kroatischen Wettbewerbern eine Nasenlänge voraus ? einfach deshalb, weil sie wegen des noch kleineren Binnenmarktes gezwungen waren, früher zu internationalisieren", so Preveden. Slowenische Firmen verfügen daher über das meiste Know-how für eine weitere Internationalisierung und Führung transnationaler Unternehmen. Ihre Wettbewerber aus den anderen Ländern haben in dieser Hinsicht noch deutlichen Nachholbedarf. Dafür bietet der Heimmarkt rumänischen Firmen noch erhebliches Wachstumspotenzial, das sich leichter erschließen lässt als neue Märkte im Ausland. Dadurch haben Firmen aus Rumänien kurzfristig einen gewissen Wettbewerbsvorteil.

Größte Unternehmen kommen aus Rumänien

Was den Nettoumsatz betrifft, liefert sich Slowenien mit Rumänen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Slowenische Unternehmen erwirtschaften insgesamt einen Nettoumsatz von 14,9 Milliarden EUR, während Rumänien die Rangliste mit einem Gesamtnettoumsatz von 15,2 Milliarden EUR anführt. Den dritten Platz nimmt Kroatien mit einem Gesamtnettoumsatz von 13,7 Milliarden EUR ein. Rumänien verfügt damit über die größten Unternehmen der Region. Unter den Top-100 sind auch 15 bulgarische und 15 serbische Unternehmen vertreten, wobei der Anteil serbischer Firmen mit 18,2 Milliarden EUR deutlich größer als der bulgarische mit 14,8 Milliarden EUR ist. Die übrigen Länder ? Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Moldawien und Montenegro ? bringen es auf insgesamt neun Unternehmen unter den Top 100 mit einem nur kleinen Anteil am Gesamtnettoumsatz von 2,9 Milliarden EUR.

Insgesamt weisen bereits 21 Unternehmen in Südosteuropa einen Nettoumsatz von mehr als einer Milliarde Euro auf. In puncto Größe aber gibt es nach wie vor ein starkes Gefälle, das auf enorme Wachstums- und Konsolidierungspotenziale in der Region hindeutet. Deutlich wird dies am Beispiel der Posta Slovenije, die auf Rang 100 des Rankings liegt und einen Nettoumsatz von lediglich 225 Millionen EUR erwirtschaftet.

Öl- & Gasindustrie am umsatzstärksten

An der Spitze des Rankings sind Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor zu finden: Sechs Unternehmen aus dieser Branche sind gleichzeitig auch die sechs größten Firmen in der Region, insgesamt sind 19 Unternehmen in den Top 100 zu finden. Gemessen am Nettoumsatzanteil aber nehmen die Hersteller von Koks und Erdölprodukten mit 23,9% die Spitzenposition ein, obwohl diese Gruppe lediglich acht Unternehmen umfasst.
(ATN/Roland Berger-Unternehmensinformationen, 02.02.2009)

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