Seit den 1960er Jahren hat sich Marokko zu einem der wichtigsten Herkunftsländer von Einwanderern in Europa entwickelt. Verschärfte Zuwanderungsbeschränkungen konnten diese Entwicklung kaum aufhalten und haben eher dazu beigetragen, dass Migranten die Grenzen zunehmend irregulär überqueren und auch Ziele jenseits der traditionellen Zielländer, Frankreich und die Benelux-Staaten, ansteuern. Seit 1990 konzentriert sich die Auswanderung von niedrig qualifizierten Arbeitskräften aus Marokko auf Italien und Spanien, während die höher qualifizierten Arbeitskräfte in stärkerem Maße in die USA und Kanada auswandern. Schätzungsweise mehr als drei Millionen Menschen marokkanischer Abstammung (bei einer Gesamtbevölkerung von 31 Millionen) leben im Ausland; diese überwiesen 2006 etwa 5,6 Milliarden US-Dollar an Angehörige in der Heimat, womit Marokko der größte Empfänger von Rücküberweisungen in Afrika ist.
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Ausländische Direktinvestitionen (ADI) gelten als wichtige Triebkraft der wirtschaftlichen Entwicklung in den Empfängerländern. Dies gilt vor allem für Entwicklungs- und Schwellenländer. Wie aber können diese Länder mehr ADI attrahieren und gleichzeitig die entwicklungsfördernden Wirkungen verstärken?
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Als erstes deutsches Finanzinstitut eröffnet die Commerzbank eine Repräsentanz in der libyschen Hauptstadt Tripolis. Damit baut die zweitgrößte deutsche Bank ihr Netzwerk an Niederlassungen auf dem afrikanischen Kontinent weiter aus. Das neue Büro wird seinen Betrieb in Kürze aufnehmen.
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Die Wallberg Kapital AG hat in Kooperation mit der Fundmatrix AG den ersten täglich liquiden UCITs III Afrikafonds nach Luxemburger Recht aufgelegt. Der Wallberg African All Stars strebt nach dem klassischen Stock Picking Ansatz eine Diversifikation über den gesamten afrikanischen Kontinent an. Als Fondsmanager konnte mit Coronation Fund Managers einer der nach eigenen Angaben größten und erfahrensten afrikanischen Asset Manager gewonnen werden.
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Das Öl- und Gasförderunternehmen RWE Dea will seine Investitionen in den kommenden Jahren deutlich ausweiten und setzt vor allem auf Erdgasproduktion in Nordafrika. Bis zum Jahr 2013 werde das Tochterunternehmen des RWE-Konzerns seine Gasproduktion verdreifachen, teilte der Vorstand mit. "Wir haben dazu die notwendigen Reserven und Ressourcen", sagte Vorstandschef Georg Schöning. Dazu sollen die Investitionen von zuletzt 505 auf 800 Millionen Euro jährlich steigen. Rund die Hälfte davon geht nach Nordafrika, der Rest überwiegend ins Ausland nach Osteuropa und Skandinavien.
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Die jüngste Geschichte Algeriens ist vor allem eine Geschichte des Auferstehens - Auferstehen aus den Wirren des eine Dekade währenden Bürgerkriegs der 1990-er Jahre. Zu Hilfe kamen dabei die seit 2003 kontinuierlich angestiegenen hohen Öl- und Gaspreise, die der drittgrößten Volkswirtschaft Afrikas sprudelnde Einnahmen und somit Mittel zum Neubeginn und zur Schuldentilgung bescherten. Algerien ist nun im Begriff, alte Wunden zu heilen und zu einem international wichtigen Wirtschaftspartner aufzusteigen.
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Der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton erwägt wegen der akuten Energiekrise in Südafrika die Schließung von Teilen seiner Aluminiumschmelze in Richards Bay. Durch die Maßnahme seien rund 800 Arbeitsplätze in Gefahr, berichtete die Zeitung "Sunday Times".
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Das von einer chronischen Energiekrise geplagte Südafrika plant nach Medienberichten zur Finanzierung neuer Anlagen eine 60-prozentige Erhöhung der Strompreise. Der staatseigene Stromkonzern Eskom habe bei den zuständigen Behörden bereits einen Antrag zur Genehmigung eingereicht, berichteten die Medien des Kap-Staates. Eskom kämpft mit einer veralteten und unzureichenden Infrastruktur und hat durch staatliche Intervention lange Zeit kaum genug in die Wartung investieren können. Es will in den nächsten fünf Jahren rund 300 Milliarden Rand (24 Mrd Euro) in den Bau neuer Kraftwerke und die Modernisierung bestehender Anlagen investieren.
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Die größte deutsche Ferngasgesellschaft E.ON Ruhrgas will sich als Investor an einer Erdgasverflüssigungsanlage (LNG) im westafrikanischen Äquatorialguinea beteiligen. E.ON Ruhrgas werde einen Anteil von fünf Prozent an dem Projekt übernehmen, teilte das Unternehmen mit. Weitere Partner sind die staatliche Gasgesellschaft des Landes, Sonagas, sowie Investoren aus den USA, Japan und Spanien. Angaben zu der Höhe der geplanten Investitionen machte das Unternehmen nicht.
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Zum Auftakt einer Konferenz des Weltklimarats (IPCC) haben Vertreter afrikanischer Länder vor wachsenden Ernährungsproblemen durch den Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung gewarnt. Das Hungerproblem müsse parallel zum Klimaproblem gelöst werden, forderte die sudanesische Wissenschaftlerin Balgis Osman- Elasha am Rande der Eröffnungsveranstaltung in Lübeck. An der Konferenz zum Thema erneuerbare Energien nehmen 120 Wissenschaftler aus 50 Ländern teil. Sie wollen einen Bericht vorbereiten, der bei der nächsten Sitzung des IPCC im April in Budapest vorgelegt werden soll.
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