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Die Themen der Zukunft

Emerging Markets

Demographische Perspektive der BRIC-Länder

Die demographischen Perspektiven der BRIC-Länder unterscheiden sich deutlich voneinander. Sowohl in absoluten Zahlen als auch relativ betrachtet bestehen signifikante Unterschiede in der prognostizierten Entwicklung der Erwerbsbevölkerung. Dies wird sich nicht nur auf die Wachstumsperspektiven der einzelnen Länder auswirken, sondern auch auf das Spar- und Investitionsverhalten und eventuell auch auf das Wachstumspotential der Finanzmärkte. So sind Brasilien und Indien demographisch in einer erheblich besseren Situation als China und Russland. Mit Ausnahme Indiens wirkt sich die Demographie in den BRIC-Ländern unter dem Strich bereits tendenziell negativ auf das Pro-Kopf-Wachstum aus, oder wird dies in Kürze tun.
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Emerging Markets

BRIC: Die heimlichen Finanzmächte

Die Auslandsposition der BRIC-Länder hat sich massiv verbessert, was sich prominent in den hohen offiziellen Devisenreserven der Länder widerspiegelt. In Bezug auf ihre Nettoauslandsinvestitionen waren 2008 jedoch nur China und Russland auch Nettogläubiger. China ist bereits der weltweit zweitgrößte Nettogläubiger (hinter Japan). Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Entwicklung wird China innerhalb der nächsten beiden Jahrzehnte nicht nur die USA als weltweit größte Volkswirtschaft überholen, sondern wohl auch Japan als weltweit größten internationalen Gläubiger ablösen.
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Lateinamerika

Wie Brasilien eine Chance verpassen könnte

Empirische Evidenz deutet daraufhin, dass die Sparquote ansteigt nach einer Beschleunigung des Wirtschafswachstums. In Brasilien scheinen wirtschaftliche Reformen und Stabilisierung genau eine solche Beschleunigung ausgelöst zu haben. Um mittelfristig (noch) höheres Wachstum zu erzielen, sollte die Regierung versuchen, den gerade enstehenden Tugendkreislauf von höherem Wachstum und höheren Spar- und Investitionsquoten nicht durch eine weitere Erhöhung des Staatsverbrauchs zu unterminieren.
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Emerging Markets

Europa-GmbH stösst auf grosses Interesse

Mitte 2010 sollen international aufgestellte mittelständische Unternehmen und Konzerne mit Tochtergesellschaften im EU-Ausland eine so genannte Europa-GmbH gründen können. Die Europäische Kommission hat am 25. Juni 2008 einen Statutsentwurf für die Europäische Privatgesellschaft (EPG) veröffentlicht. In der kommenden Woche kommt es zu einem weiteren bedeutenden Meilenstein: der Schlussberatung des Europäischen Parlaments.
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Lateinamerika

Brasilien: Besserer Ausblick

Im Zuge der Weltwirtschaftskrise wird auch Brasilien in diesem Jahr nicht von einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums verschont bleiben, eine Finanzkrise ist jedoch nicht zu erwarten. Die brasilianische Wirtschaft ist gut aufgestellt für einen wirtschaftlichen Aufschwung, sobald sich die internationale Wirtschaftslage stabilisiert hat. Aufgrund seiner umfangreichen Devisenreserven, seines soliden öffentlichen Schuldenstands und der Stabilität des Bankensystems haben sich die kurz- und mittelfristigen Wachstumsperspektiven Brasiliens relativ zu vielen anderen Schwellen- und Industrieländern verbessert. Die brasilianische Volkswirtschaft ist im Vergleich zu den anderen Ländern besser positioniert, der Weltwirtschaftskrise erfolgreich entgegenzutreten.
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Emerging Markets

Obama lockert US-Embargo gegen Kuba

US-Präsident Barack Obama hat das jahrzehntelange US-Embargo gegen das kommunistische Kuba gelockert und damit einen drastischen Kurswechsel gegenüber der harten Haltung seines Vorgängers George W. Bush vollzogen. Künftig sollen Reisebeschränkungen unter Familienmitgliedern ebenso wegfallen wie Obergrenze für Gelder, die Exil-Kubaner aus den USA zur Unterstützung in ihr Heimatland schicken können. Zudem sollen US-Firmen Telekom-Dienstleistungen für Kubaner anbieten dürfen und es soll reguläre Linienflüge zwischen beiden Ländern geben. Der Politik-Wechsel bedeutet zwar nicht das Ende des seit 47 Jahren bestehenden US-Handelsembargos gegen Kuba. Er lässt aber Raum für die Aussicht auf eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den lange Jahre verfeindeten Staaten.
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China

China dämpft Abschwung der Metallnachfrage

Die weltweit schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg hat die Preise der stark zyklischen Industriemetalle unter Druck gesetzt. Wie konjunktursensibel ist aber die Metallnachfrage tatsächlich? Was lehren uns die Erfahrungen der Vergangenheit? Und inwiefern unterscheidet sich die aktuelle Situation von vorangegangenen? Unsere Analyse bestätigt die starke Zyklik der Metallnachfrage. Darüber hinaus ist jedoch bei den aktuellen Prognosen zu beachten, dass bedingt durch den Metallboom in China die Nachfrage nach Industriemetallen seit Anfang der Jahrzehnts anders als in der Vergangenheit überproportional zur Weltwirtschaft gewachsen ist. Chancen und Risiken liegen damit einmal mehr in China.
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Osteuropa

25 Milliarden Euro für Osteuropa

Internationale Finanzinstitutionen planen ein bis zu 25 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für Mittel- und Osteuropa. Mit dem koordinierten Programm wollen Weltbank und die europäischen Förderbanken EIB und EBRD über zwei Jahre Finanzinstituten und anderen angeschlagene Firmen unter die Arme greifen.
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Osteuropa

Osteuropa-Handel im Abschwung

Nach Rekordwerten 2008 wird der deutsche Außenhandel mit Mittel- und Osteuropa in diesem Jahr die Wirtschaftskrise kräftig zu spüren bekommen. Angesichts massiver Finanzschwierigkeiten zahlreicher osteuropäischer Volkswirtschaften forderte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (OA) die EU-Länder auf, ihre östlichen Mitgliedern und Nachbarn in der Krise nicht im Stich zu lassen. Der EU-Krisengipfel am 1. März müsse ein klares Signal in diese Richtung aussenden. Die deutschen Exporte nach Mittel- und Osteuropa stiegen dem Ausschuss zufolge 2008 um neun Prozent auf einen neuen Rekord von 166 Milliarden Euro. Auch das Handelsvolumen mit der Region insgesamt erreichte mit einem Plus von zehn Prozent einen neuen Spitzenwert von 307 Milliarden Euro. Seit November zeigten sich aber deutliche Abschwächungen, die auf "ein schwieriges Jahr" für die deutsche Exportwirtschaft in dieser Region hindeuteten. "Dies wird Spuren bei den deutschen Ausfuhren hinterlassen", sagte der Ausschussvorsitzende Klaus Mangold.
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Afrika

Marokko und seine Migranten

Seit den 1960er Jahren hat sich Marokko zu einem der wichtigsten Herkunftsländer von Einwanderern in Europa entwickelt. Verschärfte Zuwanderungsbeschränkungen konnten diese Entwicklung kaum aufhalten und haben eher dazu beigetragen, dass Migranten die Grenzen zunehmend irregulär überqueren und auch Ziele jenseits der traditionellen Zielländer, Frankreich und die Benelux-Staaten, ansteuern. Seit 1990 konzentriert sich die Auswanderung von niedrig qualifizierten Arbeitskräften aus Marokko auf Italien und Spanien, während die höher qualifizierten Arbeitskräfte in stärkerem Maße in die USA und Kanada auswandern. Schätzungsweise mehr als drei Millionen Menschen marokkanischer Abstammung (bei einer Gesamtbevölkerung von 31 Millionen) leben im Ausland; diese überwiesen 2006 etwa 5,6 Milliarden US-Dollar an Angehörige in der Heimat, womit Marokko der größte Empfänger von Rücküberweisungen in Afrika ist.
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