Die Themen der Zukunft
Wirtschaft trotz Konjunkturgefahren positiv gestimmt
Die immer noch gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft
resultiert auch aus der guten Auftragslage. Besonders Unternehmen im
Maschinen- und Anlagenbau profitieren von randvollen Auftragsbüchern,
die ihnen für die nächste Zeit gute Umsätze sichern. Ihre aktuelle
Geschäftslage beurteilten die Firmen in der Industrie, im Bau und im
Großhandel in der ifo-Umfrage im März noch besser als im Februar. Der
entsprechende Index stieg insgesamt von 110,3 auf 111,5 Punkte.
Angesichts der guten Geschäfte wollen die Firmen die Zahl der
Beschäftigten in den nächsten Monaten weiter steigern. Lediglich der
Einzelhandel zeigte sich nicht mehr so zufrieden wie im Monat zuvor.
Die Erwartungen für das kommende halbe Jahr hellten sich quer
durch die Branchen geringfügig von 98,2 auf 98,4 Punkte auf, wozu
trotz des hohen Eurokurses auch das Exportgeschäft beitragen soll.
Volkswirte hatten wegen des anhaltend schwachen Dollar und der hohen
Ölpreise mit einem Rückgang des ifo-Index gerechnet. Der Index wird
jeden Monat aus einer Befragung von rund 7000 Unternehmen aus
Industrie, Bauwirtschaft, Groß- und Einzelhandel ermittelt.
Insbesondere am Devisenmarkt war die Reaktion kräftig. Der Euro
legte um rund einen Cent zu und übersprang die Marke von 1,57
US-Dollar. Damit rückt der alte Rekord von 1,5903 Dollar wieder in
Reichweite.
Der Großteil der Antworten ging nach Angaben des ifo Instituts
zwar bis Mitte März ein und damit vor dem "schwarzen Montag" an dem der Notverkauf der fünftgrößten US-Investmentbank Bear Stearns die internationalen Märkte schockiert hatte. Dennoch sei nicht zu erwarten, dass dieses Ereignis starke Auswirkungen auf die Ergebnisse
gehabt hätte, da die Firmen nicht direkt davon betroffen seien, sagte
André Kunkel, der beim ifo-Institut für den Geschäftsklimaindex
zuständig ist.
(ATN/dpa, 26.03.2008)