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Oracle kauft Sun für 7,4 Milliarden Dollar

Nach Ansicht von Branchenexperten, will sich Oracle mit der Sun-Übernahme im Konkurrenzkampf mit IBM stärken. Sun baut Hochleistungs-Server, die bei vielen Telekom-Firmen und Banken eingesetzt werden. Der Erfinder der Java-Software hat sich aber nie wirklich vom Platzen der Internet-Blase erholt und machte in fünf der vergangenen acht Jahre Verluste. Die Sun-Aktie kostete zur Hochzeit der Internet-Hypes bis zu 260 Dollar - vor Beginn der Fusionsspekulationen war das Papier für weniger als fünf Dollar zu haben. Glaubt man Bankern hat sich Sun bereits seit langem zum Verkauf angeboten. Neben IBM und Oracle galten auch Hewlett-Packard, Dell und Cisco als mögliche Interessenten.

Sun und Oracle kooperieren bereits seit mehr als 20 Jahren miteinander. Bedeutende Oracle-Programme basieren auf Java, zudem ist das Sun-Betriebssystem Solaris eine wertvolle Plattform für das Datenbank-Geschäft von Oracle. Schon zwei Jahre nach der Übernahme soll Sun mehr als zwei Milliarden Dollar zum Oracle-Betriebsgewinn beitragen.

Wegen der wirtschaftlichen Schieflage streicht Sun aktuell jeden Fünften seiner weltweit 30.000 Arbeitsplätze. Der Konzern erwirtschaftet etwa 40 Prozent seines Umsatzes mit dem Verkauf von Computern, 15 Prozent mit der Datenspeicherung und 40 Prozent mit IT-Dienstleistungen. In Deutschland arbeiten 1450 Mitarbeiter für Sun. Die Unternehmenszentrale ist in München beheimatet, weitere Niederlassungen gibt es unter anderem in Düsseldorf, Frankfurt und Hamburg.
(ATN, 20.04.2009)

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