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Die Themen der Zukunft

Kommentar: Steuerdatenklau und die Folgen

Allen ist klar: es besteht Handlungsbedarf. Und die Lenker unseres Staates (leider seit vielen Jahren in der Regel niemand mehr mit nennenswertem wirtschaftlichen Sachverstand) überdenken ihr Geschäftsmodell. Die Fragestellung scheint jedoch weniger zu sein, wie man Kosten sparen kann oder das Bruttosozialprodukt vernünftig steigern kann, sondern eher: "Wie kommen wir - koste es was es wolle - schnell und leicht an mehr Geld? Neue Risiken werden dabei gern in Kauf genommen.

Eine Idee kommt auf. Wie wäre es mit einem ganz neuen "Geschäftsbereich", der Hehlerei? Man motiviert Diebe, Kundendaten bei ausländischen Banken zu stehlen, um diese dann ankaufen und verwerten zu können. Bei jedem Geschäft und jeder Investition muss man jedoch Chancen und Risiken gegeneinander abwägen. Wie stellt sich das hier dar? Der potentielle Ertrag ist mit ein paar hundert Millionen Euro vergleichsweise gering, der Schaden dagegen potentiell enorm: ein Rechtsstaat, der seinen Bürgern verbietet, Diebesgut zu kaufen oder zu handeln, darf das nicht selbst tun, wenn er seine Legitimation nicht in Frage stellen will. Und wie kann man sich bei anderen Staaten noch über Industriespionage beschweren, wenn man letztlich genau das selbst in einem anderen Land fördert? Ein "Deal" bei einem solchen Chance-Risiko-Mißverhältnis erscheint nicht empfehlenswert.
(ATN/Markus Ross-CEROS Vermögensverwaltung)

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