Die Hoffnung auf die Freigabe der zweiten 350-Mrd.-USD-Tranche des US-Konjunkturprogramms und Äußerungen von USNotenbankchef Ben Bernanke, die Fed erwäge eine Ausweitung des Programms zum Kauf bestimmter Wertpapiere, haben den Aktienmarkt im Handelsverlauf unterstützt. Dies sollte sich auch in Europa stabilisierend auswirken. Der US-Dollar hat infolge der Fed-Äußerungen an Stärke verloren.
USA nachbörslich: Yahoo (+3,7%) profitierte von der Nachrecht, dass die frühere Autodesk-Chefin Carol Bartz Jerry Yang an der Unternehmensspitze ablösen wird. Morgan Stanley (-1,2%) und und Citigroup (unv.) legen ihr
Handelsgeschäft erwartungsgemäß zusammen. Morgan Stanley zahlt zunächst 2,7 Mrd. USD, um 51% an dem Gemeinschaftsunternehmen zu erhalten und kann nach drei Jahren weitere Anteile übernehmen.
Deutsche Post und Deutsche Bank haben sich Medienberichten zufolge auf neue Modalitäten bei der Übernahme der Deutschen Postbank geeinigt. Demnach soll die Deutsche Bank das komplette Aktienpaket (62%) schon im ersten Quartal
übernehmen und zahlt teilweise in eigenen Aktien, so dass die Deutsche Post zukünftig voraussichtlich einen Anteil von 10% an der Deutschen Bank halten wird. Die Übertragung der Aktien soll im Sommer erfolgen, so dass auch
erst dann ein Pflichtangebot an die Minderheitsaktionre ausgelöst würde.
Das US-Handelsbilanzdefizit hat sich im November um fast 30% zurückgebildet. Die niedrigeren Energiepreise und die deutlich verringerten Handelsvolumina haben sich damit im Herbst stärker als erwartet in den außenwirtschaftlichen
Daten der USA niedergeschlagen. Dies ist ein Indikator für die Intensität der konjunkturellen Bremseffekte, die als Folge der Finanzmarktkrise gesamtwirtschaftlich wirken. Die nominalen Exporte gingen im Monatsvergleich um 5,8%, die nominalen Importe um 12% zurück.
Dies zeigt einerseits ein im historischen Vergleich starken Rückgang des Handelsvolumens, zum anderen aber auch die spezifisch hohe Importabhängigkeit der US-Wirtschaft von Ölimporten. Es ist zwar gleichgewichtsseitig positiv, dass sich das außenwirtschaftliche Ungleichgewicht rasch zurückbildet. Die Schärfe der Anpassung zeigt aber, wie stark die Weltwirtschaft in Bewegung geraten ist. aber auch, wie stark die Weltwirtschaft in Bewegung geraten ist
Themen des Tages
Industrieproduktion EUR, Einzelhandelsumsätze, Importpreise USA
(ATN/Commerzbank Private Banking-Unternehmensinformationen, 14.01.2009)