Lesen Sie hier weitere News und Trends des Tages:
- Die Apple-Aktien legte aktuell um bis zu 15 Prozent zugelegt. Drei Monate eher als geplant hat es Apple geschafft, zehn Millionen iPhones zu verkaufen. Unternehmenschef Steve Jobs zeigte sich zuversichtlich, dass die Kunden auch in einer Rezession Apple die Treue halten.
- Experten sehen auf die Banken die nächste Verlustwelle zurollen. Nach
verbrieften Subprime-Hypotheken seien nun forderungsunterlegte Wertpapiere, so genannte Collateralized Debt Obligations, betroffen. Der Markt für diese Papiere hat ein Volumen von 1,2 Billionen Dollar (930 Mrd. Euro), und Finanzexperten zu Folge, könnten Abschreibungen von bis zu 90 Prozent fällig werden.
- Die Hedgefondsindustrie steckt in einer tiefen Krise. Im September
erreichten die Mittelabflüsse ein Rekordniveau, wie der Dienstleister
Eurekahedge mitteilte. Insbesondere die starke Volatilität der Märkte mache den Managern zudem das Investieren schwer.
- Die Börse der polnischen Hauptstadt Warschau ist mitten in der Finanzkrise zur neuen IPO-Kapitale Europas geworden und hat London hinter sich gelassen. Insbesondere der florierende Markt für Small-Caps ziehe die Investoren an. Seit Jahresbeginn waren in Polen 68 Unternehmen neu an die Börse gegangen - in London waren es 59.
- Die Restrukturierung des chinesischen Finanzsektors steht kurz vor dem
Abschluss. Die Agricultural Bank of China wird 19 Mrd. Dollar (14,8 Mrd. Euro) an staatlichem Geld erhalten, so dass der Weg an die Börse frei wird. Der Schritt, mit dem die meisten der 120 Mrd. Dollar an faulen Krediten aus der
Bilanz des Instituts entfernt sind, soll heute offiziell verkündet werden,
verlautete von informierter Seite.
- Die Pläne Argentiniens, private Pensionsfonds im Finanzvolumen von 29 Mrd. Dollar zu verstaatlichen, lassen beu Anleiheinvestoren die Furcht vor einem neuen Zahlungsausfall des Landes hochkommen. Die Regierung in Buenos Aires hatte bereits 2001 versucht, mit Hilfe der Rentenkassen die Staatsfinanzen zu sanieren. Wenig später beschloss sie, Staatsanleihen im Volumen von 95 Mrd. Dollar nicht zurückzuzahlen. Die aktuellen Verstaatlichungspläne sollen die Altersrücklagen der Argentinier vor der Finanzkrise retten, wie Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner erklärte.
- Der Ausstieg von Kirk Kerkorian bei seiner erst vor einem halben Jahr
erworbenen Beteiligung an Ford Motor enthüllt einen traurigen Blick auf den Zustand der gesamten Branche. Der Neuwagenabsatz in den USA ist auf den tiefsten Stand seit 26 Jahren gefallen und die Autoindustrie in einer schweren Krise. Zugleich werde die Refinanzierung immer schwieriger.
- Erstmals seit knapp drei Jahren ist der Kupferpreis unter zwei Dollar je Pfund gerutscht. Auslöser waren die Sorgen, die auf eine Rezession zusteuernde Weltwirtschaft werde die Nachfrage abklingen lassen. Der Kupferpreis bewegt sich auf den größten Jahresverlust seit Beginn der Aufzeichnungen zu und dürfte den 1989 verzeichneten Wertverlust von 31 Prozent übertreffen.
- Immer mehr indische Familien verzichten auf Goldschmuck, wenn sie ihre Töchter verheiraten. Da das Edelmetall in der Landeswährung derzeit so
teuer ist wie noch nie, weichen sowohl Designer als auch Schmuckkäufer immer mehr auf vergoldete Schmuckstücke oder Nachahmungen aus anderen Metallen zurück. Während sich die Anbieter von Modeschmuck über steigende Umsätze freuen dürfen, fürchten etablierte Goldhändler um ihre Existenz.
(ATN, 22.10.2008)