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Airbus-Chef: Herber Rückschlag für unser Militärgeschäft

Dass der Flugzeughersteller Airbus bei einem 40-Milliarden-Auftrag über Tankflugzeuge für die US-Luftwaffe leer ausgeht, nennt Airbus-Chef Thomas Enders einen "herben Rückschlag für unser Militärgeschäft. Auch weil wir unsere Pläne für die Flugzeugfertigung in den USA ins Regal legen müssen."

Der Zeit sagte Enders: "Natürlich sind wir sehr enttäuscht - zumal wir das eindeutig bessere und leistungsfähigere Flugzeug im Angebot haben." Das US-Verteidigungsministerium hatte den Auftrag vor zwei Jahren schon an Airbus und seinen Kooperationspartner, den US-Rüstungskonzern Northrop Grumman, vergeben. Durch "fünf gewonnene Ausschreibungen in Folge und das klare Votum der US Air Force in 2008", sagte Enders, habe sich Airbus qualifiziert. Doch dann wurde der Auftrag nach der Präsidentschaftswahl neu ausgeschrieben und "die Neuausschreibung hat nun klar den kleineren, älteren und billigeren Boeing-Flieger favorisiert", kritisierte Enders.

Schneller voran gehe es für Airbus in China. "Als ich vor drei Jahren anfing, war das meine größte Sorge", ob man in China eine erstklassige Fertigung des Fliegers A320 aufbauen könne, sagte Enders. Aber "die Qualität der Airbus-Flieger aus Tianjin ist heute genauso gut wie die aus Toulouse oder Hamburg". Das Ziel des Unternehmens müsse es sein, "in China auch als chinesische Firma gesehen zu werden, weil wir dort viele Hightech-Arbeitsplätze schaffen". Der chinesische Luftverkehr hat laut Enders auch im Krisenjahr 2009 um gut 20 Prozent zugenommen. Der Luftfahrtmarkt in China werde bald größer sein als der in den USA.
(ATN)

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