Diese Aussagen schützten die Aktie allerdings nicht. Aus Sicht von Börsianern, sind mögliche Maßnahmen im dritten oder vierten Quartal nicht ausgeschlossen. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung bleibt bestehen. Im Rahmen der volatilen Kursentwicklung führte am Freitag Infineon das Gewinnerfeld an.
Marktteilnehmer konnten keine Gründe für den Kursanstieg nennen, somit
werden die Kursbewegungen des Halbleiterherstellers immer schwerer nachvollziehbar. Der Reisekonzern TUI konnte den Handel ebenfalls mit einem leichten Plus abschließen. Der größte Einzelaktionär John Fredriksen, forderte die sofortige Ablösung des Vorstandsvorsitzenden Michael Frenzel.
Auch zum Wochenstart sollte die Kursentwicklung von DAX & Co. vom Ölpreis, Euro-Dollar-Parität und den Wirtschaftserwartungen abhängen. Im Wochenverlauf werden zusätzlich Unternehmensmeldungen wieder in den Fokus der Börsianer rücken.In den USA eröffnet morgen der Aluminiumkonzern Alcoa die Berichtssaison für das zweite Quartal.
Überblick Rentenmarkt
Der deutsche Rentenmarkt schloss zum Wochenausklang freundlich, gestützt von der Schwäche am Aktienmarkt und enttäuschenden Zahlen zu den Auftragseingängen in der deutschen Industrie, die auf eine schwache Produktion in den kommenden Monaten hinweisen.
Zudem kann die positive Tendenz auf die Verarbeitung der Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag zurückgeführt werden, bei der die Zentralbank eine neutrale Position eingenommen hatte, was die Zinserhöhungserwartungen
zurückdrängte. Insgesamt verlief der Handel angesichts des Feiertages (Indepence Day) in den USA und nur weniger Datenveröffentlichungen sehr ruhig.
Heute stehen Produktionsdaten zum Verarbeitenden Gewerbe und der Industrie aus Deutschland und Großbritannien für den Monat Mai auf der Agenda, die die beginnende Schwäche des Sektors bestätigen sollten. Von der US-Datenfront bleibt es erneut ruhig, erst Morgen werden Daten zum Immobilienmarkt veröffentlicht.
Allerdings wird mit Spannung eine Rede vom Präsidenten der San
Francisco Fed Yellen erwartet, die sich zum Ausblick der US-Wirtschaft äußert. Nachdem die Zinserhöhungserwartungen wieder etwas zurückgedrängt wurden, sprechen die anstehenden Ereignisse heute erneut für eine freundliche Tendenz. Den Bund Future erwarten wir in einer Handelsspanne zwischen 111,35 und 111,71 Punkten.
Topthema des Tages
Kürzlich fand in Madrid der Weltölkongress statt, auf dem die großen Ölkonzerne eine Ausweitung des Flüssiggas-Geschäfts prophezeiten. Zu dem Flüssiggas-Geschäft zählt das LNG. Diese Abkürzung steht für Liquefied Natural Gas - und wird durch Abkühlung von Erdgas auf -161°C gewonnen.
Vielversprechend für diesen Zukunftsmarkt sind die vielseitige Einsetzbarkeit des Produktes sowie die saubere Verbrennung. Aus 600 Kubikmetern Gas kann ein Kubikmeter Flüssiggas hergestellt werden. Das ermöglicht einen effizienteren Transport und Kunden in aller Welt können leichter und schneller beliefert werden, da das Erdgas nicht mehr leitungsgebunden ist.
Öl- und Gas-Giganten wie Exxon Mobil, Shell oder BP planen massive Investitionen in LNG-Anlagen zur Produktion von Flüssiggas. Auch als altnernativer Kraftstoff könnte das Geschäft mit Flüssiggas von hohen Wachstumschancen profitieren. Die Kosten für LNG sind deutlich niedriger als die momentan explodierenden Benzin-, Diesel- oder Erdgaspreise. Zudem ist der Kraftstoff umweltbewusster.
Viele Gründe die für einen baldigen "Flüssiggas-Boom" sprechen könnten. Der Markt für Flüssiggas sollte also im Auge behalten werden.
Aktien (gg. Vortag)
DAX30 6.272/ -1,28%
EuroStoxx50 3.275/ -1,67%
Dow Jones Feiertag
Nikkei 225 13.360/ 0,92%
Renten Deutschland
2 Jahre 4,41%
5 Jahre 4,46%
10 Jahre 4,50%
Bund Future
111,41 Pkt.
Renten USA
2 Jahre 2,53%
5 Jahre 3,28%
10 Jahre 3,98%
Devisen / Rohstoffe
USD je EUR 1,5636
JPY je EUR 167,85
GBP je EUR 0,7917
Gold 924,80 USD
Rohöl (WTI) 143,77 USD
(ATN/Commerzbank-Unternehmensinformationen, 07.07.2008)