Die Themen der Zukunft
Autozulieferer müssen Standortmanagement verbessern
Weitere Ergebnisse der Studie:
* Fast drei von vier Unternehmen (71 Prozent) sind der Ansicht, dass es sehr wichtig ist, den Kunden zu folgen und sich in deren Nähe anzusiedeln. Doch viele dieser Zulieferer haben bereits die Erfahrung gemacht, dass die Abhängigkeit von einzelnen Kunden das Risiko eines neuen Standorts erhöht.
* Erhoffte Kosteneinsparungen stehen an erster Stelle bei den Unternehmen, die sich durch neue Standorte einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen. Sämtliche befragten Zulieferer bezeichnen die Kostenfrage als "wichtig" oder "sehr wichtig" für ihre Standortentscheidung - noch vor Qualität, Innovation und Anbindung an die Kunden.
* Die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) gibt an, von Kunden gedrängt zu werden, sich in deren unmittelbarer Nähe niederzulassen. Bei vielen beeinflusst dies auch ihre Standortentscheidung.
Uwe Achterholt, Leiter des Bereichs Automotive bei KPMG: "Bei vielen Zulieferern bestehen offensichtlich strategische Defizite, wenn es um die Ausweitung der Geschäftsaktivitäten ins Ausland geht. Die meisten werden in erster Linie von Wachstums- und Kostenargumenten getrieben. Nur in den wenigsten Fällen sorgt eine ausgewogene Standortstrategie, die die Treiber Wachstum, Kosten, Innovation und Risiko berücksichtigt für Standortentscheidungen, die eine ausgewogene globale Präsenz gewährleisten und so das Unternehmen weniger anfällig macht für sich ändernde Bedingungen. Die derzeitigen finanziellen und wirtschaftlichen Turbulenzen machen das deutlich."
(ATN/KPMG-Unternehmensinformationen, 17.04.2009)